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Logo Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV)
© Gettyimages_Oselote

Stadt Essen plant neues Rechenzentrum

In Essen soll ein neues Rechenzentrum entstehen. Die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (EVV) treibt zusammen mit der Essener Wirtschaftsgesellschaft (EWG) und dem Essener Systemhaus (ESH) als koordinierende Partner den Bau voran. Investorengespräche für das zukunftsweisende Innovationsprojektes sind bereits weit fortgeschritten. Die Finanzierung des 150 Mio. Euro teuren Rechenzentrums soll durch eine Investition mit privatem Kapital im Rahmen einer Partnerschaft mit der Stadt Essen erfolgen.

Steigende Bedarfe an Rechenkapazitäten

Bereits vor einem Jahr haben die drei städtischen Partner die Initiative ergriffen und Bedarfe an zusätzlichen Rechenkapazitäten bei Essener Wirtschaftsunternehmen abgefragt. Vor allem mittelständische Unternehmen haben kontinuierlich steigende Bedarfe gemeldet. Perspektivisch können die Bedarfe durch die Auslagerung von Rechenzentren, durch KI oder erhöhten Bedarf an Rechengeschwindigkeiten im Ruhrgebiet ab 2030 nicht mehr gedeckt werden.

Digitale Infrastruktur

Rechenzentren gelten als das Herzstück digitaler Transformation. Essen setzt auf die Digitalisierung als Zukunftsinfrastruktur und hat als größtes Infrastrukturprojekt der vergangenen Jahre den Glasfaserausbau forciert. Mitte 2025 waren bereits 650 Kilometer Glasfaser im Essener Boden verlegt. „Die Entscheidung für den Bau eines Rechenzentrums ist insofern nur folgerichtig“, so EVV-Geschäftsführer Jochen Sander.

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Das neue Rechenzentrum soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen zu sichern und zur Standortattraktivität beitragen. Es ist ein wichtiger Baustein für Wachstum in der Stadt, sichert Arbeitsplätze und steht für Innovation.

Mit ihren Plänen für den Bau eines neuen Rechenzentrums zahlen die Essener auch auf den aktuellen Koalitionsvertrag von CDU und SPD im Bund ein, der Rechenzentren als Schlüssel-Infrastruktur definiert und deren Errichtung ausdrücklich priorisiert, um damit digitale Souveränität zu erlangen.

Nächste Schritte

Das neue Rechenzentrum mit einer Leistung von 10 Megawatt soll auf einem rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück im Essener Norden errichtet werden. Die Entscheidung über den Standort ist in der finalen Abstimmungsphase. Im 1. Quartal 2026 soll der Rat der Stadt Essen eine Grundsatzentscheidung für den Neubau treffen.

 

Kontakt: Jochen Sander, EVV-Geschäftsführung,

Foto: Gettyimages_Oselote

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