Wie wird unsere Stadt smarter? Rund 100 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums Essen Nord-Ost beschäftigten sich zwei Tage lang mit Digitalisierung, Transformation und der Entwicklung einer Smart City. Bei der Exkursion konnten sie vor Ort erleben, wie digitale Lösungen eine attraktive und zukunftsfähige Stadtgestaltung ermöglichen. Bei den anschließenden Workshops ging es darum, eigene Ideen für die Smart City Essen zu entwickeln.
Die Ideen reichten von Videoüberwachung im Hauptbahnhof für mehr Sicherheit und Schutz gegen Diebstahl und Belästigung im ÖPNV über Notrufknöpfe an Haltestellen, Stadt- und Nachbarschafts-Apps, smarte Beleuchtung auf Fußwegen und an dunklen, belebten Orten, smarte Ampeln, bessere Baustellenkoordination und zügigeres Arbeiten für weniger Staus und Verspätungen bis hin zu mehr öffentlichen, sauberen und sicheren Grünflächen.
Smart City Themen „Mobilität“ und „Klima und Umwelt“
Die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Vorfeld zwischen den Exkursionsthemen „Mobilität“ und „Klima und Umwelt“ in der Smart City Essen als Wahlschwerpunkte entscheiden müssen. „Wir waren zunächst überrascht, dass sich die Teilnehmenden vor allem für das Thema Mobilität angemeldet hatten,“ sagte Thomas Müller, der zusammen mit Dr. Alexander Gelsin als Smart City Koordinatoren bei der EVV die Exkursionen gemeinsam mit den Kollegen des Amtes für Geoinformationen, Vermessung und Kataster sowie dem Fachbereich Grün & Gruga vorbereitete. „Andererseits ist Mobilität ein zentraler Bestandteil des schulischen wie auch des freizeitbezogenen Alltags der Jugendlichen, bei dem die Wege der Schülerinnen und Schüler täglich durch Essener Straßen und Quartiere führen. Aus der daraus entstehenden Wahrnehmung des Stadtraumes resultieren auch die vielfältigen Smart City-Ideen, die in den anschließenden Workshops zu beiden Themenbereichen entstanden“, so Müller.
Praktikums- und Berufsperspektiven
Neben praktischen Einblicken und Impulsvorträgen konnten die Schülerinnen und Schüler Experten aus den Ämtern für Geoinformationen, Vermessung und Kataster sowie Grün & Gruga befragen und ihre anschließend ihre Ideen visualisieren. Da die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 im kommenden Sommer in Berufspraktika gehen, stellten sich zudem beide beteiligten Ämter und Fachbereiche im Rahmen der Exkursion mit ihren vielfältigen Praktikums- und Berufsperspektiven vor.
Praxistest für Ideenwettbewerb 2026
„Wir freuen uns über das große Interesse der Lehrenden und Lernenden des Gymnasiums Essen Nord-Ost am Thema Smart City und haben gerne einen fachlichen Einblick in die Arbeit der Stadt Essen ermöglicht“, erklärte Jochen Sander, Geschäftsführer der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV).
„Besonders wertvoll ist für uns als Schule, dass die Stadt die Perspektiven und die Ideen der Schülerinnen und Schüler einbezieht und ernst nimmt“, betonte Saskia Birkners, eine der verantwortlichen Lehrkräfte des Gymnasiums Essen Nord-Ost. „Das ist ein wichtiger Schritt hin zu aktiver Partizipation und demokratischer Bildung. Solche Kooperationen sind entscheidend, um junge Menschen für die Herausforderungen einer digitalen Gesellschaft zu sensibilisieren.“ Die Exkursionen mit den anschließenden Workshops dienten auch als erster Praxistest für den Smart City-Ideenwettbewerb „Young & Smart“, den die EVV ab Frühjahr 2026 im Auftrag der Stadt Essen als zentrales Beteiligungsformat durchführen wird. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Denk- und Lösungsansätze für die Zukunftsthemen der Stadt zu entwickeln.
Über die EVV
Die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) ist die Holdinggesellschaft der Stadt Essen. Sie hält Beteiligungen an der Stadtwerke Essen AG, der Ruhrbahn GmbH sowie weiteren Unternehmen. Neben ihrer Rolle als Energieversorger und Dienstleister ist die EVV aktiver Mitgestalter der Energiewende, Impulsgeber und Innovationstreiber. Die EVV ist im Stadtkonzern Koordinierungsstelle für die Smart City-Entwicklung der Stadt Essen.
22.12.2025 / PI